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Erklärung, warum dies kein Beitrag ist

Es ist Dienstagabend. Ich kann bereits absehen, dass der wöchentliche Beitrag nicht rechtzeitig fertig wird. Also beginne ich, diese Erklärung zu verfassen, welche nicht als vollwertiger Beitrag zählt. Nicht, weil ich mich entschuldigen müsste. Schließlich geschieht hier alles auf freiwilliger Basis. Aber diese Erklärung kann ich nutzen, um nebenbei zwei Themen anzuschneiden, zu denen ich auch gerne Meinungen lesen würde: Motivationslöcher und soziale Umfelder.

Ich habe Zeit. Viel, viel Zeit. Was wahrscheinlich absolut in Ordnung wäre, wenn ich diese Zeit nutzen würde, um irgendwie produktiv zu sein. Keller weiter ausräumen. Für die letzte kleine Physikarbeit am Donnerstag lernen, deren Zensur zwar letztendlich völlig irrelevant ist, die Zeugniszensur  im Idealfall aber ins linke Licht rücken könnte. Papierkram für das Amt ausfüllen, welches immernoch genauso zu sein scheint, wie ich es in Erinnerung hatte – die eine Hand weiß nicht, was die andere tut. Wenn ich feststelle, dass ein weiteres Aufschieben der Sache diverse Einbußen zur Folge hätte, kann ich mich immerhin dazu überreden, anzufangen.

Das nennt man glaube ich ein „Motivationsloch“. Und es ist völlig normal. Ich meine, jeder kann doch mal in ein Loch rutschen. Ganz ohne Sex. Ich bin bisher immer recht gut rausgekommen, weil man nun mal irgendwann Ergebnisse liefern muss. Davon abgesehen wird es mit der Zeit auch einfach langweilig. Deswegen gibt’s diese Woche auch keinen Beitrag/Artikel/Nenneswieduwillst. Es ist viel angenehmer, auf dem Sofa zu liegen, Serien zu gucken und zu warten, bis die Korrektur der Prüfungen durch ist und ich meinen Abschluss bekomme. Weil das wiederum bedeutet, dass ich umziehe. In ein neues Umfeld. Was dringend nötig ist, weil das, was aus dem aktuellen Umfeld geworden ist, keine Alltagsatmosphäre mehr stellt, in der ich mich „zuhause“ fühle. Also starte ich einen neuen Versuch. Tatsächlich kenne ich bereits einen Menschen, welcher im Zielort wohnt und ohne den ich vermutlich nie auf Idee gekommen wäre, jene Stadt in Betracht zu ziehen. Wenn ich Glück habe, wird dieser Mensch sogar einen Platz im neuen Umfeld einnehmen. Wenn ich Pech habe, dann halt nicht. Aber ein neues Umfeld muss sein. Und da ich dieses erst im August/September kennenlernen werde, bin ich derzeit hier und bereite hin und wieder ein paar Dinge vor. Nur jetzt gerade nicht, da Motivationsloch + genügend Zeit. Und deshalb gibt es diese Woche nicht das Thema, welches ich angefangen hatte, sondern diese Erklärung dafür, warum es keinen Beitrag gibt. Obwohl ich es jetzt dank der entstandenen Diskussionsgrundlage durchaus einen Beitrag (ich weiß keinen besseren Ausdruck…) nennen würde. Ein Beitrag, der seine Berechtigung, geschrieben zu werden, dadurch erlangt hat, dass er als Erklärung dafür gesehen wird, dass es diese Woche keinen Beitrag gibt. (So allmählich geht mir der Ausdruck ein wenig auf die Nerven…) Interessant, wie sich Dinge entwickeln. Nächste Woche kommt vielleicht der Beitrag (seufz…), welchen ich für diese Woche vorgesehen hatte. Ich weiß noch nicht, wie viel Zeit ich haben werde, da es die Woche der Abschlussfahrt ist. Auf welcher ich natürlich hauptsächlich damit beschäftigt sein werde, verschiedene Drogen einzuwerfen sowie mir diverse Geschlechtskrankheiten einzufangen. Lasst euch überraschen.

Notiz für die Polizei: DAS WAR EIN SCHERZ. Es ist ja schön und gut, dass man bei gewissen Signalwörtern achtsam ist. Dennoch denke ich, dass es recht eindeutig ist, dass…ne. Hab‘ jetzt keine Lust das zu erklären.

  1. Okay … Also nur Geschlechtskrankheiten, keine Drogen? Vorbildlich. Man sollte es mit dem Straight Edge nicht übertreiben. Wobei ich Straight Edge als Begriff irgendwie diskriminierend finde.
    Wie dem auch sei: Du hast da offenbar keinen klassischen Fall von Transitionsphase: Das Alte ist noch nicht ganz vorbei, erfordert aber auch keine wirkliche Aufmerksamkeit, das Neue steht schon fest, man kann aber noch nichts dafür tun. In solchen Fällen ist es legitim mit ungeheurer Motivation Serien zu gucken … Oder Bücher zu lesen … Oder Beiträge zu schreiben, die keine sind (schreiben um des Schreibens willen sind eine gute Beschäftigung in Transitionsphasen) … Ich finde, du tust sehr motiviert sehr sinnvolle Dinge. 🙂

    • Genau, so eine Geschlechtskrankheit sollte man schließlich auch besser im nüchternen Zustand genießen. Konzentration auf eine Sache beschränken. ?
      Lesen tu‘ ich auch wieder häufiger, seitdem ich hier unterwegs bin. Auch wenn ich nicht ganz hinterherkomme, weil ich nicht den ganzen Tag am Handy hängen will ?

  2. Versuch es doch mit Genießen ohne Geschlechtskrankheit. Soll es geben. 😉

    • Das schwierigere Kriterium ist eher der Charakter der potenziellen Teilnehmerin. Früher dachte ich immer, ich wäre da schlicht nicht der Typ, der sich einer großen Auswahl erfreuen kann, oder auch nur der Möglichkeit, überhaupt jemanden wählen zu können – mittlerweile gehen mir Menschen so schnell auf den Sack, dass ich mit denen gar nichts genießen könnte. 😀

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