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„Es ist okay, anders zu sein.“

Tatsächlich ist es das. Und eigentlich weiß ich das auch. Eigentlich sollte das jeder wissen. Die Realität sieht allerdings so aus, dass man fortwährend wieder und wieder Steine in den Weg gelegt bekommt, die einem das Vorankommen erschweren. Und ja, ich freue mich über jeden Stein, den ich aus eigener Kraft wegräumen konnte. Und ja, ich finde auch immer wieder die Motivation dazu; manchmal früher, manchmal später. Aber genauso frage ich mich auch viele Male: Warum muss das jetzt sein? Warum kann ich nicht auch, wie ich will? Wie lange muss ich weitermachen, bis es einfacher wird, mein Leben so führen zu können, wie ich es haben will? Wie lange haben Menschen gekämpft, bis sie teilweise unter schwersten Bedingungen Erfolg hatten? Hatten sie einfach Kontakt mit den richtigen Menschen, waren sie in dem, was sie tun, so überdurchschnittlich gut, dass der Durchbruch vorprogrammiert war, oder hatten sie schlicht unverschämt großes Glück?

Privat kann ich mittlerweile glücklicherweise sagen, dass ich angekommen bin. Natürlich gibt es noch immer schwere Tage, aber ich habe einen Menschen gefunden, bei dem ich ich sein kann, der mich versteht und mir zuhört, und für den ich dies ebenso tun kann. Ich habe zwar nach wie vor meine Gedankenkreise, die mich gelegentlich heimsuchen, aber sie hat die Macht, diese innerhalb von Sekunden, maximal Minuten wegzuschieben. Und das war auch eine lange Reise bis hierher, und ich bin froh, dass ich endlich hier bin. Aber was soll ich tun, damit ich mal so was wie ein geregeltes Einkommen bekomme? Hatten meine Eltern doch Recht, dass man es sich unnötig schwer macht, wenn man langhaarig rumläuft (mittlerweile sind die Haare gar nicht mehr so lang.), wenn man sich so kleidet wie ich (als ob ich auf der Arbeit genauso rumlaufen würde. Schwachsinn.), oder wenn man sich im Miteinander so seltsam verhält wie ich? (Ähh. Ich ecke halt an.)

Nein, hatten sie nicht. Meine Zeit ist ganz einfach noch nicht gekommen, und das ist am Ende des Tages irgendwo ok. Natürlich werde ich, bis meine Zeit gekommen ist, nicht faul rumsitzen und darauf warten, dass sie kommt – ich werde mich trotzdem bemühen, und mit dieser Gewissheit am Abend selig einschlafen. Zumindest, solange ich das neben dieser Frau tun kann, die gerade auch diese Antwort auf meine Frage formuliert hat. Die mir immer wieder versichert, dass ich auch wirklich alles tue, was ich zu tun habe, und dass ich mich nicht vielleicht doch besser verstellen sollte. Und Vielleicht dauert es auch noch einige Zeit, bis die Suche endlich abgeschlossen ist, und ich mir um solchen Scheiß keine Gedanken mehr machen muss. Und bis dahin mache ich einfach weiter, denn das erscheint mir eindeutig als die beste unter den Möglichkeiten.

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