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Hyper, Hyper!

Gerade merkt man wieder mal recht deutlich, wie uns tagtäglich die Hypes um die Ohren fliegen. Dass einen das nerven kann, ist nur zu verständlich. (Sagt man das so? Hört sich seltsam an…) Das sollte es aber auch gewesen sein. Oder stört es dich wirklich so massiv, dass alle Welt Pokemon Go spielt, dass du dich fortwährend darüber aufregen musst? Überleg dir doch erstmal, was das heißt. Ja, die Leute hängen nur noch am Handy, das ist aber schon seit Jahren der Fall. Nun gibt es einige entscheidende Unterschiede.

1. Mit „Social Media Apps“ bist du nicht an einen Ort gebunden. Pflegen sie also ihre ach so wichtige Illusion des virtuellen Social Life, verlieren sie sich im Irgendwo und schenken dem Gegenüber weniger bis keine Beachtung. Für Pokemon gibt es favorisierte Plätze, zu denen die Meisten extra hingehen. Wenn sie nicht miteinander reden, kennen sie sich vermutlich nicht. Aber auch ohne Handy quatscht du nicht jeden an, dem du über den Weg läufst, oder? Ich vermute sogar, dass Pokemon die Menschen so auf ganz wunderbare Weise zusammenführt.

2. Hallo? Die Leute gehen raus! Spazieren! Stundenlang! Mehrere Kilometer am Tag! Ganz ohne Alkohol! F- Fr- Freiwillig! Wann hat es sowas zuletzt gegeben? Ja, manche achten nicht mehr großartig auf ihre Umgebung und verursachen Unfälle. Aber ist es der richtige Weg, den Menschen jegliche Verantwortung für sich selbst abzusprechen? Wenn wir uns immer nur in Watte packen, werden wir mit der Zeit immer mehr Watte brauchen. Aus Angst. Und blenden immer mehr aus, dass wir sehr wohl in der Lage sind auf uns aufzupassen – und dass dies eigentlich auch in unserer eigenen Verantwortung liegt und nicht in der Verantwortung der anderen.

3. Deutlich mehr Leute sind nun auf eine Powerbank angewiesen. Was auch einer der zwei Gründe ist, deretwegen ich dem Hype noch nicht vollständig verfallen bin. Ich will mir einfach nicht den Akku innerhalb von zwei Stunden leerlutschen lassen, immerhin „muss“ ich damit einen Tag auskommen. Der zweite Grund ist, dass das gesamte Spiel bisher daraus besteht, Pokebälle auf Pokemon zu werfen. Einen Kampf habe ich dank grauenhafter Internetverbindung bisher noch nicht erleben dürfen, diese sollen aber automatisch ablaufen. Womit der schönste Part des Spiels wegfällt. Einfach so. Das ist wie Sex ohne Liebe. Oder Liebe ohne Sex. Irgendwie sowas.

Grundsätzlich ist ein Hype etwas Schönes für alle, die daran teilhaben. Der Rest sollte sich mal zusammenreißen und aufhören rumzujammern. Ist doch eigentlich ein Geben und Nehmen. Auch ihr werdet irgendwann einem Hype erliegen. Vielleicht nicht heute, vielleicht auch nicht morgen. Aber am Dienstag bestimmt. 😉

  1. M M

    Verblödet sind wir ja sowieso schon alle. Jetzt machen wir wenigstens Bewegung dazu!
    (Nein, ich spiele es nicht. Ist mir doch zu blöd. 😉 )

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