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Ich lebe noch! …Wieder? So allmählich…

Umzüge.

Der Umzug selbst ist halb so wild. Vielleicht holt man sich noch 1-2 arbeitswillige Menschen dazu, klotzt ein paar Stunden ran und gut is. Der grauenhafte Part des Suchens ist dabei längst abgeschlossen.

Der Part des ewigen Telefonierens. Des Hin- und Herfahrens. Des Herausstellens der guten Eigenschaften. Des Einsteckens von Rückschlägen. Des Lutschens von – Na gut, so weit musste und werde ich nicht gehen. Denn noch stecke ich ja mittendrin. Und habe nicht wirklich den Eindruck, dass es irgendwie voran geht. Jeden weiteren Tag scheint sich die noch zurückzulegende Strecke weiter in die Länge zu ziehen. Plötzlich braucht man irgend nen neuen Wisch, oh das zuständige Amt hat leider nur dienstags geöffnet, kommen Sie doch zur Vorstellung zum Zweck der Wohnungssuche vorbei – ja Google sagt wir haben offen aber wen interessiert schon Google, wir hätten da was für Sie, senden Sie uns dazu diese Unterlagen per Fax zurück – Wer zur Hölle benutzt denn heutzutage noch ein Fax? – ach übrigens, Sie müssen noch GEZ zahlen…

’n Scheiß muss ich! Lasst mich in Ruhe, ich gehe jetzt in die Uni und tu so, als würde ich lernen!

Ein paar Wochen später…

Wenn man in eine komplett neue Umgebung zieht, scheint es sinnvoll zu sein, die Wohnungssuche zu splitten. Erstmal einfach irgendwas haben, damit man überhaupt fähig ist, den gewählten Plan zu durchzusetzen – erst dann nach etwas Dauerhaftem suchen. Für den Moment ist Ruhe, ich bin nicht gezwungen alles abzubrechen und doch für x Monate rumzuharzen, sondern kann doch irgendwie meinen roten Faden verfolgen. Außerdem habe ich so wieder Zeit, mich den schönen Dingen des Lebens zu widmen – etwa, auf allem und jedem rumzuhacken. Hach… Dennoch weiß ich immer noch nicht, wie viel Zeit ich dafür haben werde, da ich bisher nur einen Haufen Vorlesungen vor mir sehe. Ohne Infos darüber, welche wichtig sind, welche empfehlenswert wären und bei welchen Profs man ohnehin einschläft. Warum schreibt man das eigentlich nicht direkt mit dran?

Das Finden des neuen Rhythmus wird also noch ein paar Wochen in Anspruch nehmen. Bis dahin komme, was wolle. (Danach auch, aber – ach du weißt schon.) Der Vorkurs des Studiums scheint ja bei Weitem nicht so elementar wichtig zu sein, wie einst angenommen – obwohl auch damals schon die Erwartungen nicht wirklich hoch waren. (Damals…vor zwei Monaten…) Schon das Finden der Online-Anmeldung soll einen wohl bereits mental auf das Studium vorbereiten. „Du willst Infos? Dann schreib mal diese Emailadressen an, guck auf der scheiß unübersichtlichen Campusseite, ich hab keine Ahnung was die anderen Leute hier tun – ich gehe einfach seit 80 Jahren hier her, rede den einen Moment über das Schriftliche Addieren und im nächsten über die VERDAMMTE (Ups…) Vollständige Induktion und bin so glücklich wie das Quietscheentchen von Loriot.“ Nichts im Studium scheint so wichtig zu sein, dass man es nicht auf später verschieben könnte. Was immerhin ein wenig den Druck rausnimmt.

  1. Alter, chill mal dein Leben, schließlich bist du doch Student!
    Ok, normalerweise rede ich nicht so. Aber im Ernst. Entspann dich erstmal, wenn du schon ganz am Anfang eines Neuanfanges so stänkerst, dann beißt dich bald das Karma.

    • Das ist doch einer der wesentlichen Punkte, warum ich hier bin? Um mich über Dinge auszulassen^^

      Natürlich ist es ein wenig übertrieben, aber ich hab meinen Spaß dran die Dinge ein wenig auszuschmücken. 😉
      Denn tatsächlich sehe ich die Lage durchaus als entspannt an. Denn wie zum Schluss erwähnt: Nichts scheint so wichtig zu sein, dass man es nicht auf später verschieben könnte. Wird zwar kein Lebensmotto, reicht aber um mal durchzuatmen. 🙂

      • Achso, der Stress war nur dichterische Freiheit? Dann beißt das Karma vielleicht nicht, sondern knabbert nur.

        • Die Basis war natürlich da und ich denke auch man sollte sich sofern angebracht auch mal auskotzen dürfen. Aber ab einem gewissen Punkt ist das hier natürlich nur ein literarisches…Etwas^^

          Sorry, hab mich eben vertippt…den überflüssigen Kommentar lösch ich sobald möglich 😉

  2. Hihi … Das kommt mir alles so düster bekannt vor. Wenn es chaotisch wirkt, ist alles in Ordnung. Entropie herrscht nicht nur im Universum, sie wurde in Universitätsverwaltungen sogar erfunden. 🙂

    • Ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber danach sollte es ziemlich entspannt sein ?

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