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Liebe, Liebe verdammt nochmal, Liebe!

Ich habe während eines nächtlichen Spaziergangs ein Lied vorgesetzt bekommen, welches mich an einen Film erinnert hat. An eine Reihe von Filmen. Eine Reihe, die ich mir fest vorgenommen hatte zu gucken, da ich die allgemeine Kritik daran nur bedingt nachvollziehen konnte. Und weil ich gerne mal sehen wollte, wie denn so ein Vampir aussieht wenn er glitzert. Die Twilight-Saga. Auch nachdem ich nun die Filme gesehen habe, kann ich Menschen verstehen, die davon Abstand halten, weil das „keine echten Vampire sind“. Ich finde allerdings, das ist zu…vorbelastet gedacht. Oder zu konservativ. Ein FIlm muss sich doch nicht zwingend nach den bestehenden Charakteristika verschiedener Gegebenheiten richten. Wenn der Zuschauer sich auf den Film einlässt, erfüllt diese Saga vollkommen ihren Zweck. Denke ich. Wobei natürlich jeder einen anderen Zweck darin sehen kann. Ich sehe darin den Zweck, dem Zuschauer mal zu zeigen, wie verdammt scheiße schön Liebe eigentlich sein kann. In der Theorie. Ich gebe aber auch offen zu, dass diese nicht besonders viel zählt und ich von der Praxis keine Ahnung habe.

Dennoch ist die Situation am Ende des vierten Teils zu utopisch, als dass Menschen sie erreichen könnten. Das traue ich mich auch zu sagen, obwohl ich so ahnungslos bin. Vergessen wir mal, dass Menschen nur ca 80 Jahre leben und dann wieder verbuddelt werden. Zwei Menschen würden es niemals 1000 Jahre und länger miteinander aushalten. Dafür regen sie sich viel zu sehr übereinander auf. Außer mir natürlich. Ich reg mich nicht auf, ich frage nur möglichst höflich nach dem Warum. Aufregung ist zu impulsiv, das liegt mir nicht. Das soll keine Lobhudelei an mich selbst sein, von wegen „Ich bleib immer cool“, denn wenn man mal darüber nachdenkt ist es ja ein eher problematischer Charakterzug.

Das Ziel zweier Menschen sollte also nicht sein, diesen „perfekten“ Status zu erreichen, sondern nur, diesem so nahe wie möglich zu kommen. Perfektion sollte man sich als Menschen ja nicht zusprechen.

Abschließend noch was zum eingangs erwähnten Lied. Dieses wurde zeitgleich zum Abspann des vierten Filmes abgespielt und hat für ein paar Minuten einfach die Welt um mich herum ausgeknipst. Was unpassend war,da ich gerade mit der Aufrechterhaltung der Mundhygiene begonnen hatte. Die Vorstellung von vollkommener Liebe. Natürlich hab ich das Lied sofort gekauft und heruntergeladen. Ich werde es hier sogar noch verlinken, weil ich es so grandios fantastisch fulminatös finde.

A Thousand Years

Ach ja – Wenn ich Lust hätte, würde ich mich natürlich trotzdem mit Sonnencreme einschmieren, in den Schein der Sonne stellen und rufen: „Guckt mal her, ich bin ein Vampir!“ Tu ich aber nicht. Ist mir zu warm.

  1. Schönes Lied! Was die glitzernden Vampire angeht, muss ich zugeben, total intolerant zu sein, denn DAS kann Bram Stoker einfach nicht gewollt haben! 🙂

    • Ach du, wir erreichen doch alle mit dem was wir tun nicht immer das was wir erreichen wollen 🙂

  2. M M

    „Ach du, wir erreichen doch alle mit dem was wir tun nicht immer das was wir erreichen wollen“
    Schon wieder so ein verdammt weiser Satz von dir! :-*

  3. M M

    “ Ich reg mich nicht auf, ich frage nur möglichst höflich nach dem Warum“
    Das, genau DAS, ist doch einer der Gründe, warum ich dich so sehr mag.
    Du (be/ver)urteilst nicht, du hinterfragst. Durchdenkst. Und ziehst dann ruhig deine Konsequenz daraus.
    Das ist so herrlich…weiss nicht, erfrischend. Angenehm. Unkompliziert.
    Schmag das sehr.

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