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Verhalte dich deines Alters entsprechend. (Teil 2!)

Teil 1 findest du hier.

Eigentlich wollte ich doch auf was ganz anderes hinaus. Kurz kann ich’s nicht fassen, lang auch nicht. Ich kann’s gar nicht fassen. Ich muss es halt nehmen, wie’s kommt. In Stößen nämlich. Nein wirklich, zwischendurch ist halt die Luft raus und dann brauch ich ne Pause und… Ich fang einfach an. Zu schreiben. Bzw ich mach weiter. Mit dem zweiten Teil. Eigentlich hatte ich das Thema aus folgendem Grund angeschnitten:

Meiner Einschätzung nach machen die Menschen sich viel zu viel Stress. Oder es gibt entscheidende Details, die mir verborgen bleiben. Ich halte es jedoch für unwahrscheinlich, dass diese, z.B. das Verlangen nach mehr Waffengewalt als Reaktion auf Waffengewalt verständlicher machen würden. Streitigkeiten werden natürlich auch in einer anderen Weise als mit Gewalt ausgetragen. Zumeist in einer recht kindischen. Was ich halb so wild fände, wenn sie denn noch Kinder wären. Aber ein erwachsener Mensch, der einem anderen erwachsenen Menschen gegenüber nur den Netten spielt, weil er dazu erzogen wurde, dass es unhöflich sei, in sachlichem Ton einen Konfliktpunkt anzusprechen, hat meiner Definition nach (die natürlich nicht allgemeingültig ist) an dieser Stelle ein Problem. Und mit solchen Menschen habe ich ein Problem. Denn da habe ich sofort die Sorge, jenes Problem sei das Äquivalent zum Genitalbereich des Gegenübers und sollte nicht angefasst werden.

Diese Thematik ist übrigens der Grund dafür, warum ich mich tendenziell besser mit älteren Menschen verstehe. Denn diese sind in der Regel fähig, offen miteinander zu reden, was ich unterm Strich einfach als deutlich harmonischer empfinde. Allerdings kann daraus wiederum eine leicht suboptimale Situation entstehen. Denn ein älterer Mensch hat häufig auch mehr Lebenserfahrung und kann ggf auf einen größeren Wissensschatz zurückgreifen. In Gesellschaft eines solchen Menschen kann es also passieren, dass man beginnt auf einer höheren Ebene zu kommunizieren (Also reifer. Die Technik ist immer noch die selbe: Man spricht miteinander.), für die man eventuell noch gar nicht bereit ist. Ein Problem, welches eigentlich gar keines ist, weil ganz natürlich. Und es legt sich ohnehin mit der Zeit. Also abwarten und Bier trinken!

Jetzt bin ich mit meinem Beitrag zu dieser Diskussion fertig. Nach gerade mal 340 Wörtern. Finde ich erstaunlich wenig, dennoch bin ich der Ansicht, dass genügend Substanz da ist. Und jetzt bist du dran. 🙂

  1. Ich finde Gespräche mit älteren Menschen auch immer sehr spannend, vor allem wenn sie sich eine offene Geisteshaltung bewahrt haben (und das geschieht zumindest in Deutschland häufiger, als man denkt!). Denn dann begegnen sie den scheinbaren Dummheiten, die junge Menschen so von sich geben, mit Neugierde, fragen nach, kritisieren – aber im respektvollen Ton.
    Was dabei wichtig ist: Geänderte Lebensumstände schlagen größeren Erfahrungsschatz: Als junger Mensch ist man sehr gut darin, sich an neue Bedingungen anzupassen. Das gelingt alten Menschen häufig weniger gut, ihr Erfahrungsschatz ist damit veraltet. Deshalb ist das Generationengespräch umso wichtiger: Für die Jungen, um vom Reflexionsgrad zu profitieren, für die Alten, um die Gesellschaft zu verstehen, in der sie manchmal das Gefühl haben, fremd zu werden.

    • Dennoch scheinen viele nicht wirklich das Gespräch zu suchen. Finde ich etwas schade.

  2. M M

    Schon von frühester Kindheit an fand ich ältere Menschen faszinierend. Das Warum kann ich nicht wirklich benennen. Da ich in meiner eigenen Altersgruppe immer ein Aussenseiter war und das Verhalten von Gleichaltrigen nicht verstand, fand ich wohl die erfahrene Gelassenheit der Oldies angenehm. Ziemlich sicher wurde ich wegen meiner Liebe zu dieser Generation auch zum Altenpfleger.
    Im Beruf musste ich dann aber erfahren, dass es auch unter den Älteren solche und solche gibt. Mit manchen könnte man ewig sprechen bzw ihnen zuhören, bei anderen möchte man nur weglaufen.

    Auch hier kann man also nicht generalisieren.

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