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Wohnungssuche: Auf ein Neues…

Wieder einmal bin ich auf Wohnungssuche. Da ich das Studium abgebrochen habe, weil zum Einen die Entfernung zur Liebe meines Lebens zu groß war, und ich zum Anderen ohnehin sehr viel lieber als Bauzeichner arbeiten möchte, und sie mich ermutigt hat, es in dieser Richtung nochmal zu versuchen, wohne ich nun für den Übergang bei ihr, bis ich eine Wohnung in der Umgebung gefunden habe, die bezahlbar ist. Ein Punkt, der dieses Mal eine größere Rolle spielt, als bei bisherigen Wohnungssuchen, denn da ich mich nun auf Arbeitssuche befinde, bin ich natürlich erstmal arbeitslos. Denn mit den Kenntnissen aus meiner Ausbildung habe ich zu geringe Chancen auf eine Arbeitsstelle, weswegen ich erstmal einen CAD-Lehrgang anstrebe. Was bedeutet, ich muss Arbeitslosengeld 2 beantragen. Von irgendwas muss man ja leben, nicht wahr?

Allerdings ist das Arbeitsamt das gefühlt schrecklichste aller Ämter. Mit meinen Anträgen auf Bafög habe ich mich zwar auch jedes Mal 2-3 Monate rumgeärgert, aber da hatte ich wenigstens das Gefühl, voranzukommen. Nun beherbergt mich meine Frau (nein, ich habe ihr noch keinen Antrag gemacht; später), bis ich etwas habe, aber solange ich bei ihr wohne, steht der Antrag still, denn sonst müsste sie ihre Finanzen dem Amt offenlegen, da sie ja selbstständig ist, und wenn das Amt irgendwann mal damit durch wäre, hätte ich bereits meine eigene Wohnung. Wirklich hilfreich ist das so nicht. Also ist alles, was ich derzeit kriege, ein geringer Betrag an Arbeitslosengeld 1 (am Ende des Monats -gebrauchen könnte ich es am Anfang), da ich noch etwas Restanspruch Dank meines absolvierten Bundesfreiwilligendienstes habe. Ich muss also auf meine Ersparnisse zurückgreifen, die ich eigentlich bräuchte, um meine Wohnung einzurichten, schließlich will ich mich da auch wohl fühlen können, zumal das auch nur dann möglich ist, wenn auch die Frau Lust hat, dort Zeit mit mir zu verbringen. Eine Vase für Blumen habe ich zwar besorgt, aber die wird das wohl nicht alleine schaffen, wenn ich die in der Wohnung auf den Boden stellen muss.

Und doch habe ich scheinbar keine andere Möglichkeit, als abzuwarten, täglich die Wohnungsanzeigen zu durchforsten, und zu hoffen, dass die anderen Interessenten sich von der bislang einzigen Wohnung fernhalten, die nicht den Rahmen dessen sprengt, was das Amt mir bezahlen würde, und in einer annehmbaren Entfernung zur Wohnung der Frau liegt. Was den Frustrationspegel, der während der Wohnungssuche ohnehin schon recht hoch ist, nochmal ansteigen lässt. Wäre die Frau nicht an meiner Seite, ich würde wohl aus Furcht vor Arbeitslosigkeit weiter versuchen, das Studium durchzukriegen. Denn sie ist dafür verantwortlich, dass ich meine Gedanken halbwegs zu fassen kriege, und koordinieren kann. Ohne sie als Ruhepol an meiner Seite wäre der Druck deutlich zu viel für mich.

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