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Der klägliche Versuch einen Plan zu schmieden

 

„Da meint man, endlich dahinter gekommen zu sein, wie das Spiel geht, und dann ändert das Leben die Regeln.“ In etwa so hat es irgendwer mal gesagt, und ich halte es in Bezug auf das folgende Thema für sehr passend. Eines der wohl wichtigsten Ziele ist es, einen sicheren Job sein Eigen nennen zu können. Einen Job, mit dem man gegebenenfalls auch eine Familie ernähren könnte. Entsprechend frustrierend ist es natürlich, wenn Bemühungen in dieser Richtung eine ganze Weile nicht die ersehnten Früchte tragen, bis man eines Tages tatsächlich sein Ziel erreicht.

Zumindest langfristig steht eine Anstellung für mich an erster Stelle. Wie die jüngsten Ereignisse es vermuten lassen, ist es dazu als nächstes aber nötig, den eigenen Rückzugsort in Ordnung zu bringen – dieser ist nach wie vor eine Baustelle, auch wenn dort seit meinem Einzug einiges passiert ist. Der Gedanke liegt nahe, dass ich den Fokus besser darauf legen sollte, mein „Zuhause“ zumindest soweit fertig zu stellen, dass ich mich dort auch wohl fühlen kann – unabhängig davon, dass diese Wohnung für mich ohnehin nur dann den Charakter eines Zuhauses hat, solange auch meine Verlobte dort, und nicht etwa in ihrer eigenen Wohnung ist. Ansonsten ist sie nur eine Zusammensetzung leerer Räume, in denen einige Möbel stehen. Nicht mehr als jede andere Wohnung, in der ich bisher gelebt habe, und nicht wirklich zuhause war – weil ich nicht das Gefühl hatte, dass mich dort jemand brauchen würde.

Denn Zuhause ist doch nicht in erster Linie da, wo das Bett steht, in dem man nächtigt. Oder die Dusche, in der man sich wäscht. Oder der Herd, auf dem man sich sein Essen kocht… Also ich meine, Zuhause ist doch da, wo die Menschen sind, die man liebt. Bei denen man sich wohl, geborgen, und angekommen fühlt. Eben mehr als nur geduldet. Oder bedeutet „Zuhause“ für dich etwas anderes, und hat nicht zwingend etwas mit den Menschen zu tun, denen du dort begegnest? Es soll ja auch Menschen geben, die nicht bei ihrer besseren Hälfte, sondern am ehesten dann zur Ruhe kommen, wenn sie nur für sich sind. Der Gedanke klingt für mich immer noch seltsam. Mich von meinem Ruhepol entfernen zu müssen, um zur Ruhe zu kommen. Das ist doch grundlegend kontraproduktiv. Wobei ein Rückzug meinerselbst in gravierenden Streitsituationen häufig nicht nur das beste, sondern in solchen Fällen irgendwie auch zutreffend ist. Also, dass ich dort am ehesten zur Ruhe komme, wenn ich die Situation erstmal verlasse. Wenn wir das tun. Aber das ist eine andere Geschichte, und sollte wohl eher den Titel „Nur weil ich gehe, ergreife ich noch lange nicht die Flucht“ heißen. Dazu aber vielleicht ein anderes Mal mehr.

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