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Von zu großen Schuhen und dem Bedürfnis, eigene Brötchen zu backen

Der eine oder andere Mensch kennt es bestimmt. Man steht am Anfang eines neuen Kapitels, sei es der Auszug aus dem Elternhaus, der Start in eine Ausbildung, in ein Studium, oder einen festen Job. Man sieht sich der Aufgabe nicht gewachsen, Vater oder Mutter zu sein, oder einfach ganz allgemein dieses Leben zu meistern. Mit allem Scheiß, der dazugehört.

Dann fühlt es sich vielleicht an wie ein viel zu großer Stein, der vor einem liegt. Man kann machen, was man will, man kriegt diesen blöden Stein einfach nicht angehoben. Wie soll man derartige Aufgaben nur bewältigen, die schlicht ein paar Nummern zu groß erscheinen? Wir ignorieren jetzt einfach mal, dass ich im Titel von Schuhen schrieb. Es muss ein Stein sein, sonst ergibt das Folgende keinen Sinn mehr.

Natürlich kann es sein, dass man da nur reinwachsen muss. Davon unabhängig denke ich mir, wenn man vor einer solchen Aufgabe steht, die nicht danach aussieht, als sei es möglich, sie zu bewältigen, dann kann man sie vielleicht in Etappen einteilen. Dazu braucht es dann eine Art Spitzhacke, mit der man den Stein aufbrechen, und in viele kleine Brocken zerteilen kann.

Jetzt ist es natürlich keine gute Idee, mit einer Spitzhacke auf den neuen Chef, die erste eigene Wohnung, oder das neugeborene Kind zuzugehen, und drauflos zu hacken. An sich sollte es offensichtlich sein, aber da es das Internet ist, erwähne ich es einfach vorsichtshalber: Es handelt sich hier um eine Metapher. Das Ding ist, man muss hierzu erstmal herausfinden, was sich so gesehen als Spitzhacke zweckentfremden lässt. Des Weiteren steht ja nicht jeder Mensch hier am Anfang seines selbstständigen Lebens, sondern ist vielleicht schon ein paar Tage, Monate, Jahre älter. Manch einer ist bereits im Rentenalter und/oder scheintot. (Nicht eingeschnappt sein. Du bist nicht weniger wert, wenn du scheintot bist.) Was ist, beziehungsweise war deine Spitzhacke?

Published inUncategorized

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